Photopolymere von Loctite, der 3D-Druck-Materialreihe von Henkel, für den technischen Harzdruck. Die Sorten trennen sich nach mechanischem Verhalten: zähe Typen für Funktionsteile, elastische für Dichtungen, hochtemperaturfeste für Vorrichtungen. Neben der Sorte zählt die Wellenlänge deines Druckers, üblich sind 385 nm und 405 nm.
Zähe Sorten für belastete Teile
Tough-Resine bringen Bruchdehnung in ein Material, das sonst spröde ist. Standardharze splittern unter Schlag, zähe Typen verformen sich vorher. Bei Schnappverbindungen und Gehäusen entscheidet das darüber, ob ein Teil nur aussieht wie ein Bauteil oder auch eines ist.
Hochtemperatursorten
Die Wärmeformbeständigkeit sagt, bei welcher Temperatur ein Teil unter Last nachgibt. Standardharze liegen im Bereich um 60 °C, Hochtemperaturtypen deutlich darüber. Relevant wird das bei Vorrichtungen im Spritzguss oder bei Lehren, die im Motorraum sitzen.
Elastische Typen
Flex-Resine liegen in der Shore-A-Härte weicher Elastomere und stellen sich nach Verformung zurück. Damit lassen sich Dichtungen und Faltenbälge drucken. Sie brauchen längere Belichtungszeiten und lösen sich schwerer von der Bauplatte als steife Harze.
Verarbeitung
Alle Sorten werden nach dem Druck in Isopropanol gewaschen und unter UV nachgehärtet. Erst danach erreichen sie die im Datenblatt genannten Kennwerte, vorher ist ein Teil weicher und quillt bei Lösungsmittelkontakt. Flüssiges Harz reizt die Haut, Handschuhe und Belüftung gehören zur Ausrüstung.